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Verkehrspolitik - Verschiedenes

Angaben von SVG und HVV eröffnen neue Möglichkeiten

bus_289Vertreter des HVV und der SVG (Südholstein Verkehrsservicegesellschaft mbH) stellten sich im Wedeler Rathaus den Fragen des Planungsausschusses. Grund des Besuchs war ein Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines kostengünstigen Stadttarifes für den Busverkehr innerhalb Wedels.

Die Realisierung eines solchen Stadttarifes ist aus verschiedenen tariflichen Gründen innerhalb des HVV-Tarfifgebietes schwer vorstellbar, wie Herr Senkbeil vom HVV ausführlich erklärte.

Weitere Fragen der Ausschussmitglieder betrafen das Projekt Busbeschleunigung, dass den Buslinien 289 und 189 zu besserer Fahrplantreue verhelfen soll. Dieses Projekt wird im Sommer mit Vorrangschaltungen an Ampelanlagen in Wedel umgesetzt sein. Nach der erfolgreichen Umsetzung dieses Projektes wird der Bus 189 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 auch das Fachmarktzenztrum an der B431 anfahren.

Auf Anfrage des ADFC Wedel nach den Kosten für eine Taktverdichtung der Buslinie 289 auf 10 Minuten zur Hauptverkehrszeit, antwortete Herr Mozer von der SVG: "Es handelt sich hier, grob geschätzt, um etwa €50,000 pro Jahr."

"Das verwundert und erfreut mich gleichermaßen", sagt der Sprecher des ADFC Wedel, Arne Meier und fügte hinzu: "Hatte doch der Bürgermeister in den letzten Jahren geradezu gebetsmühlenhaft wiederholt, dass ein besseres Angebot für den ÖPNV sehr teuer sei."

Der ADFC Wedel fordert daher von der Stadt eine Angleichung des Taktes zwischen der Buslinie 289 und der S-Bahn, d.h. 10 Minutentakt zur Hauptverkehrszeit und 20 Minutentakt zu den Nebenzeiten.

 
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Fakt ist: Radverkehr bietet großes Potential für den Einkaufsverkehr

Eine 2009 in Baumärkten und Einkaufszentren in Graz durchgeführte Befragung hat ergeben, dass nur bei 6% von 1.635 überprüften Einkäufen ein Auto notwendig gewesen wäre. 14% hätten ihren Einkauf leicht in einem Radanhänger transportieren können. Die weitaus größte Gruppe an Einkäufen, nämlich 70%, hätte jedoch in einen Fahrradkorb gepasst, und 10% der EinkäuferInnen haben überhaupt nichts gekauft. Ernüchternd war die Tatsache, dass niemand einen Radanhänger benutzte und überhaupt in nur 4% der Fälle ein Rad benützt wurde. Zumindest kamen 19% zu Fuß bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie erwartet, hat jedoch mit 77% das Auto bei weitem dominiert.

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Fakt ist: Umsätze steigen durch RadfahrerInnnen

Laut Studien kaufen RadfahrerInnen pro Besuch zwar weniger ein, besuchen die Geschäfte aber öfter. In Münster wollte man es ganz genau wissen: Der Umsatz pro Kunde und Monat bei Einkäufen im Supermarkt liegt bei RadfahrerInnen im Durchschnitt um 10 Euro höher als bei AutofahrerInnen.

Eine Befragung unter 1.200 Personen in Bern zeigte, wie sich der Wert der Einkäufe im Jahresdurchschnitt zur beanspruchten Parkfläche verhält. Das Ergebnis spricht für RadfahrerInnen als KundInnen: Mit einer durchschnittlichen Kaufleistung von 7.500 Euro pro Quadratmeter beanspruchter Parkfläche liegen sie vor den AutofahrerInnen, die jährlich durchschnittlich 6.625 Euro ausgeben.

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Fakt ist: Es wurde nicht nur bewiesen, dass Radfahren die schnellste Verkehrsart in der Stadt ist, wenn es sich um Strecken unter 5 km handelt...

... es gibt auch nichts Besseres in Bezug auf Flexibilität. Stellen Sie sich doch vor, Sie können in die Stadt fahren und vor jedem Geschäft anhalten. Kurz zu Ihrem Lieblingskaffeehaus fahren und eine Erfrischung einnehmen und dann zu Ihrem nächsten Termin weiterfahren – alles ohne einen Parkplatz suchen zu müssen oder sich durch Verkehrsstaus zu verspäten oder auf öffentliche Verkehrsmittel zu warten...

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feldstrasse_01Immer mehr Städte erkennen das große Potenzial des Radverkehrs und ergreifen Maßnahmen, um das Radfahren noch attraktiver zu machen. Die neue Broschüre „Rundfahrt – Exkursionsführer zur Radverkehrsförderung in Deutschland 2010" zeigt nun gute Beispiele aus zehn deutschen Städten und verbindet sie zur fahrradtauglichen Tour.

Der Exkursionsführer geht auf eine Initiative der Stadt Oldenburg zurück. Er enthält Beschreibungen zur Radverkehrssituation der zehn vorgestellten Städte, nennt einzelne gute Beispiele für umgesetzte Radverkehrsmaßnahmen und verbindet diese auf übersichtlichen Stadtplänen zu einer „erfahrbaren" Fahrradtour für Interessierte, die sich vor Ort selbst ein Bild machen und Anregungen erhalten wollen.

Eine PDF-Version des Exkursionsführers steht im Fahrradportal des Bundesverkehrsministeriums zum Download bereit. In begrenzter Auflage kann er auch in gedruckter Form unentgeltlich über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. erworben werden. Die Umsetzung des Projekts erfolgte mit finanzieller Unterstützung des BMVBS aus Mitteln des Nationalen Radverkehrsplans.

Weiterführende Links

» Download des Exkursionsführers im Fahrradportal des Bundesverkehrsministeriums
»
ADFC-Informationen zur Radverkehrsförderung

Quelle: www.adfc.de
 
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