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Radwege

Beiträge zu Radwegen generell und speziell zu Mängeln und Besonderheiten an Radwegen in Wedel. Hinweise zur Benutzungspflicht von Radwegen finden sich unter dem Projekt Benutzungspflicht.

Verkehrspolitik - Radwege

Baustelle auf B431 auch ein Ärgernis für Radfahrer

Eine Beobachtung von Malte Hübner, Radfahrer aus Wedel

Nicht nur der motorisierte Verkehr leidet unter der Baustelle in der Rissener Straße, Fahrradfahrer haben ebenfalls mit einer Reihe von Einschränkungen zu kämpfen, denn in der Regel werden die Belange des Zweiradverkehrs in der Planung von Baustellen nur unzureichend berücksichtigt.

Momentan ist die Rissener Straße für Kraftfahrzeuge zwischen der Kreuzung Croningstraße bis zur Kreuzung Autal und Rudolph-Breitscheid-Straße nur in Richtung Innenstadt befahrbar. Fahrradfahrer in dieser Fahrtrichtung dürfen ganz regulär die Fahrbahn benutzen. Dank des Tempolimits von 30 Kilometern pro Stunde nehmen Kraftfahrzeugführer die Fahrradfahrer vor ihnen nicht einmal als größere Behinderung wahr.

baustellerissenerstrasse3Strengstens verboten ist hingegen das Fahren in den ohnehin schon engen Fußgängernotweg. Das Radfahren ist innerhalb des Notweges schon allein deswegen verboten, weil es sich dabei um einen reinen Gehweg handelt, so dass die Zusatzzeichen „Radfahrer absteigen“ eigentlich überflüssig wären. Leider kommt es dort täglich wieder zu Konflikten, wenn Fußgängern von Radfahrern einfach beiseite geklingelt werden oder plötzlich einen Fahrradlenker im Rücken spüren.

Von der anderen Seite, also in Fahrtrichtung Hamburg, gibt es für Fahrradfahrer leider überhaupt keine Möglichkeit, die Rissener Straße zu passieren. An dieser Stelle ist das Zusatzzeichen „Radfahrer absteigen“ sogar falsch, denn selbst schiebend darf der Notweg mit einem Fahrrad nicht benutzt werden. Die Straßenverkehrsordnung verlangt, dass Fußgänger mit sperrigen Gegenständen die Fahrbahn benutzen müssen — das ist hier aufgrund der Einbahnstraßenregelung gar nicht möglich.

baustellerissenerstrasse1Eine zusätzliche Überraschung hält die Baustelle für Fahrradfahrer bereit, die auf der Fahrbahn Richtung Innenstadt unterwegs sind: kurz vor Ende des Baustellenbereiches wurde auf der rechten Straßenseite ein benutzungspflichtiger Fuß- und Radweg eingerichtet. Grund für die Überraschung ist die Aufstellung einer Baustellentafel, die leider in den Radweg hineinragt und dortige Fahrradfahrer gefährdet. Um die Situation zu entschärfen, wollte man offenbar den benachbarten Gehweg für Radfahrer freigeben, hat stattdessen aber leider zum falschen Verkehrszeichen gegriffen und mutmaßlich unabsichtlich einen benutzungspflichtigen Radweg eingerichtet. Radfahrer müssen also innerhalb der Baustelle auf der Fahrbahn fahren, anschließend für ein paar Meter auf den Gehweg wechseln, um gleich hinter der nächsten Kreuzung aufgrund der fehlenden Benutzungspflicht und einer weiteren Baustelle wieder die Fahrbahn zu befahren.

Upatde: Das große Baustellenschild ist mittlerweile auf die Fahrbahn gerückt worden. Danke an die zuständigen Stellen. (Anmerkung ADFC Wedel)

baustellerissenerstrasse2Glücklicherweise erfüllt der kurze benutzungspflichtige Abschnitt alle Anforderungen an einen unbenutzbaren Radweg und kann getrost ignoriert werden. Weder gibt es für Fahrradfahrer eine Auffahrmöglichkeit bei den parkenden Fahrzeugen auf den Seitenstreifen, noch ist eine sichere Führung entlang der Gefahrenstelle gewährleistet.

 
Verkehrspolitik - Radwege

feldstrasse_01Dies ist der Titel eines Beitrags der Lübecker Nachrichten über eine Langzeitstudie von Hauptkommissar Karsten Witt, Leiter der Polizeiwache Bargteheide.

„In Stormarn gibt es 200 bis 250 Fahrradunfälle im Jahr, in Lübeck 1800.“ Dazu komme eine hohe Dunkelziffer, „man weiß, dass bei zehn Schulwegunfällen nur in zwei Fällen die Polizei benachrichtigt wird.“ Witt hat die Unfallkonstellationen und Forschungsberichte zum Thema analysiert. Das Ergebnis: „Von Unfällen sind überwiegend Radfahrer betroffen, die nicht auf der Straße gefahren sind, sondern auf Geh- oder Radweg.“

Alles weitere dazu in den Lübecker Nachrichten

Quelle: Lübecker Nachrichten www.LN-online.de
 
Verkehrspolitik - Radwege

Schotterweg versus Asphaltdecke

Argumente aus Radfahrersicht

Wassergebundene oder betongepflasterte Fahrbahnoberflächen weisen einen erhöhten Rollwiderstand sowie einen verminderten Fahrkomfort auf:

  • ungefastes Betonpflaster: 30 % höherer Energieverbrauch gegenüber Asphalt!
  • gefastes Betonpflaster: 40 % höherer Energieverbrauch gegenüber Asphalt!
  • wassergebundene Decke: 50-100 % höherer Energieverbrauch gegenüber Asphalt!

(Lehmann GmbH, 2008)

Keine Allwettertauglichkeit:

  • wassergebundene Decken sind nach Niederschlagsperioden oft über längere Zeiträume unbefahrbar, Radfahrer müssen auf Straßen ausweichen
  • in Wedel lassen sich über die kalte Jahreszeit die wassergebundenen Radwege für 6 Monate und länger nicht nutzen
  • in Trockenperioden kommt es zu unangenehmer Staubbildung

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Verkehrspolitik - Radwege

ADFC und FUSS e. V.: Fußgänger und Radfahrer brauchen eigene Wege

Fußgängern und Radfahrern fehlt in der Stadt häufig der ausreichende Platz, um sicher und bequem voranzukommen. Besonders auf gemeinsamen Geh- und Radwegen häufen sich die Konflikte: Fußgänger werden von Radfahrern bedrängt und gefährdet, Radfahrer kommen auf den engen Wegen nicht zügig voran und sind besonders an Ein- und Ausfahrten sowie durch rechts abbiegende und kreuzende Autos gefährdet.

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Verkehrspolitik - Radwege

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht!

Das dachten sich wohl dänische Verkehrsplaner bei dieser Lösung einer intelligenten Straßenkreuzung, die Unfälle zwischen rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugen und Radfahrern vermeiden hilft. Im Gegensatz zur deutschen Forschungslösung (wir berichteten) kommt sie völlig ohne Installationen in den Fahrzeugen aus!



Mehr Informationen auf Englisch findet Ihr hier im Originalartikel und auf Deutsch darunter:

LED Bike lane lights in Copenhagen from Copenhagenize on Vimeo.

LED-Lichter, die in die Fahrbahn eingelassen sind, signalisieren dem abbiegenden Kraftfahrzeug beim Blick in den Rückspiegel, dass ein Radfahrer naht. Der Radfahrer selbst sieht die Lichter nicht, damit er nicht geblendet wird. Coole Idee!

 
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