Erkenntnisse aus dem Planungsausschuss
Bettelampeln für Fußgänger und Radfahrer in Wedel, wohin man schaut. Die B431 ist auf ganzer Strecke damit ausgerüstet. Die neue Lichtzeichenanlage zur Querung der Pinneberger Str., Ecke Breiter Weg ebenfalls! Am Bahnhof z.B. erhöht sich bei etwas zu spätem Eintreffen an der Ampel die Wartezeit für Fußgänger um eine weitere Ampelphase! Und wehe Du vergißt zu drücken ... da gehen Kind, Frau und Mann doch lieber bei Rot, um die S-Bahn nicht zu verpassen!
Nicht zu vergessen die Gewohnheiten von Fahrzeugführern, die aus dem Busbahnhof ausbiegen: mal ist die Fußgängerampel ROT, mal GRÜN! Da könnte auch mal ohne zu gucken abgebogen werden, war doch gestern schließlich auch ROT für Fußgänger. Passiert an der Pinneberger übrigens täglich, mit furchteinflössenden Beinahe-Zusammenstössen.
Bereits im Herbst letzten Jahres hat der ADFC Wedel einen an der B431 in den Planungsausschuss der Stadt Wedel eingebracht. Einer erneuten Anfrage des ADFC zum Sachstand während der Planungsauschußsitzung vom 24. August folgte (nicht wörtlich) diese Antwort von Bürgermeiter Niels Schmidt: Die Ampelschaltungen sind so vom Rat der Stadt Wedel beschlossen worden, um im Rahmen einer grünen Welle den Autoverkehr auf der B431 zu beschleunigen.
Was ein Ausbleiben der Grünphase für Fußgänger, während die Fahrzeuge auf der B431 doch stehen, für die Grüne Welle bringt, konnten bisher weder die Ratsherren und Ratsfrauen noch der Bürgermeister zur Zufriedenheit erklären.
Unterstützung können Fußgänger und Radfahrer im Falle der Bettelampeln übrigens auch nicht von den GRÜNEN in der Stadt erwarten. Auf einer Fraktionssitzung der GRÜNEN im Jahr 2009 unterstützte die Fraktionsvorsitzende Valerie Wilms diese autozentristische Weltsicht mit Nachdruck!
Mein Vorschlag an den Rat der Stadt wäre nun: "Abschaffung aller Fußgängerampeln für die Querung der B431. Wir kommen auch so irgendwie rüber!"
Und noch ein Tipp an Euch Radfahrer: beim Fahren auf der Straße gelten für Radfahrer die gleichen Lichtzeichen wie für Autos. Zudem lässt sich so auch flüssiger durch die Stadt navigieren!
Arne Meier