Die ungleichen Mietrad-Systeme

  • Drucken

Auf der Sitzung vom Planungsausschuss Wedel am 8. Februar wurde erneut über das Thema Mietrad debattiert. Zwei Systeme konkurieren z.Z um die Gunst der Ratsmitglieder, die DB Rent GmbH und die Stadtwerke Wedel (wir berichteten). Hier nochmal kurz eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der Systeme:

System der Stadtwerke:

+     Geringere Kosten für die Stadt Wedel

o     Die Räder können für ältere Bürger Vorteile bringen
o     Die Umweltfreundlichkeit von Rädern mit Akku ist fraglich.
o     Die Räder lassen sich auch ohne Elektrounterstützung fahren, sind aber
wesentlich schwerer als normale Fahrräder.

-      Die Standorte der Stationen sind rein auf Tourismus ausgelegt.
-      Es besteht keine Kompatibilität mit bereits bewährten Systemen, (z. B. in Hamburg).
-      Die Räder müssen an die Ausleih-Station zurückgebracht werden
-      Stadtwerke haben keine Expertise bei dem Thema Mietrad
-      Für junge Menschen unattraktiv

Call a bike System:

+      Bewährtes weit verbreitetes System mit hoher Kompatibilität.
+      Für Alltagsradfahrer und Touristen gleichermaßen attraktiv.
+      Räder können an beliebigen DB Rent Stationen abgegeben werden.
+      Deutlich größere Umweltfreundlichkeit als strombetriebene Räder
+      Die Räder dürften eine größere Zielgruppe ansprechen.

-      Höhere Kosten für die Stadt Wedel

Die Kosten der beiden Systeme für die Stadt Wedel unterscheiden sich auf den ersten Blick erheblich. Die DB Rent GmbH bietet ihr System für ca. € 4000 im Monat an, während die Stadtwerke mit € 2000 deutlich darunter liegen. Es muss realistischerweise davon ausgegeangen werden, dass die Kosten für die Stadtwerke deutlich höher liegen und intern quersubventioniert werden (also auch über Umwege zu Lasten der Satdt Wedel).

Der ADFC Wedel spricht sich eindeutig für das System Call-a-Bike der DB Rent GmbH aus.