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Pressemitteilungen und Auszüge aus der Tagespresse mit Bezug zum ADFC Wedel

Minister-Entwurf fahrradfreundliche StVO

ADFC: Guter Anfang, aber dicke Brocken kommen noch

Berlin, 11. Juni 2019

019/19

 

Den Entwurf von Bundesverkehrsminister Scheuer für eine fahrradfreundliche Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung sieht der Fahrradclub ADFC verhalten positiv. Er lobt die große Bandbreite an Reformvorschlägen und die Ankündigung, auch das übergeordnete Straßenverkehrsgesetz ab 2020 entsprechend zu reformieren. Der ADFC vermisst allerdings größere Handlungsmöglichkeiten für Kommunen, dem Radverkehr mehr Platz im Straßenraum einzuräumen.      

 

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Die Vorschläge des Ministers für eine fahrradfreundliche StVO sind ein guter Anfang. Auch, dass er an den dicken Brocken des Straßenverkehrsgesetzes ran will, ist gut. Denn noch fehlt der große Wurf, der es Städten ermöglicht, den Platz zugunsten des Fahrrads neu aufzuteilen. Es gibt immer noch zu viele Hürden für die Einrichtung von geschützten Radwegen und Fahrradstraßen.“

 

Die ADFC-Bewertung der Vorschläge im Einzelnen:

 

·         Generelles Halteverbot auf Schutzstreifen und Erhöhung der Bußgelder: Überfälliger Schritt. Höhere Bußgelder müssen aber auch für Radfahrstreifen und bauliche Radwege gelten, nicht nur auf Schutzstreifen.

·         Mindestüberholabstand für Kfz: Überfälliger Schritt. Das gemeinsame Fahren von Auto- und Radverkehr auf der Fahrbahn sollte allerdings die Ausnahme sein. Ziel müssen durchgängige Netze aus vom Autoverkehr getrennten Radwegen sein.

·         Schrittgeschwindigkeit für rechtsabbiegende LKW: Zu zaghafter Schritt. Echte Schrittgeschwindigkeit - zwischen 4 und 7 km/h - hilft, einen sicherheitsfördernden Geschwindigkeitsunterschied zwischen Lkw und Radfahrenden herzustellen. 11 km/h sind immer noch zu schnell.

·         Grüner Pfeil für Radfahrer: Überfälliger Schritt. Freies Rechtsabbiegen für Radfahrende ist in den Niederlanden, Dänemark und Frankreich bereits erfolgreich erprobt.

·         Einrichtung von Fahrradzonen: Guter Schritt, funktioniert aber nur, wenn gleichzeitig die Einrichtung von Fahrradstraßen erleichtert wird. Das ist bisher nicht vorgesehen.    

·         Nebeneinanderfahren erleichtern: Guter Schritt. Wichtig ist, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer diese Regeln auch kennen. Bisher werden Radfahrende auf der Fahrbahn oft angehupt und abgedrängt.

·         Parkverbot an Kreuzungen: Zu zaghafter Schritt. Kreuzungen sollten mit einem Abstand von 10 Metern (statt 5 Metern) von parkenden Fahrzeugen frei gehalten werden, um freie Sicht zwischen Rad- und Autoverkehr zu ermöglichen. So ist es auch in den Niederlanden.

·         Piktogramm Lastenräder: Guter Schritt. Auch für die zunehmende Zahl von Spezialrädern braucht es genügend große, sichere Abstellplätze.

·         Verkehrszeichen für Radschnellwege: Überfälliger Schritt. Radschnellwege müssen durchgängig gut ausgeschildert sein, damit sie als attraktive Schnellverbindung z.B. für Pendler funktionieren. 

·         Überholverbot an Engstellen: Guter Schritt, muss aber mit deutlicher Sensibilisierung der motorisierten Verkehrsteilnehmer einhergehen, von denen Radfahrende häufig als Störfaktor und nicht als gleichberechtigt wahrgenommen werden.  

·         Innovationsklausel: Sehr guter Schritt, der es Kommunen ermöglicht, beispielsweise flächendeckend Tempo 30 oder ein Einfahrverbot für schwere LKW in Pilotprojekten zu erproben

·         Vereinfachte Öffnung von Einbahnstraßen: Kleiner, aber richtiger Schritt, der aber erst 2020 mit der neuen Verwaltungsvorschrift zur StVO kommen soll.

 

 

Es fehlt nach Auffassung des ADFC nach wie vor: 

   

·         Abschaffung des Begründungszwangs für manche Typen von Radverkehrsanlagen

·         Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts

·         Leichtere Einrichtung von Fahrradstraßen

·         Verpflichtung zur Einrichtung von Radverkehrsanlagen an allen Straßen über Tempo 30

·         Vorrang für die Einrichtung von Radverkehrsanlagen vor Kfz-Parkplätzen

 

Hierfür hatte der ADFC Anfang Mai einen eigenen Vorschlag für ein „Gute-Straßen-für-alle-Gesetz“ vorgelegt und Minister Scheuer beim Nationalen Radverkehrskongress in Dresden überreicht.

 

 

Stork: „Minister Scheuer muss an einigen Stellen nochmal nachlegen – und schnell an das übergeordnete Straßenverkehrsgesetz ran. Dort muss er festschreiben, dass nicht mehr die Flüssigkeit des Autoverkehrs alleinige Priorität hat, sondern die Gleichstellung aller Verkehrsarten und das Ziel „Vision Zero“, also null Tote im Straßenverkehr. Es ist nicht mehr zeitgemäß, Klima, Umwelt und Gesundheit dem Primat des motorisierten Verkehrs unterzuordnen. Städte müssen die Möglichkeit haben, das freie Parken einzuschränken, um Platz für den Radverkehr zu gewinnen, das Verkehrstempo zu reduzieren und Beschränkungen für den Autoverkehr einzurichten, wo es zur Förderung von Auto-Alternativen sinnvoll ist.“

Online Beteiligung Radschnellweg Elmshorn – Hamburg

Die geplante Route soll auf einer Länge von rund 32 km von Elmshorn nach Hamburg führen. Um die Bedürfnisse und Anforderungen künftiger Nutzer möglichst gut zu integrieren, findet eine Online-Beteiligung der Metropolregion Hamburg statt. Die Ergebnisse fließen in eine Vorzugsvariante ein.

 

Zur Online-Umfrage geht es hier:

 

http://geoportal-hamburg.de/beteiligung_radschnellweg_4/

 

 

1,5 m Abstand zum Radfahrer - innerorts

Dürfen Radfahrer in Hamburg nicht mehr überholt werden?

1,5m Abstand zum Radfahrer - innerorts.
 
Außerorts und bei starkem Seitenwind sogar mehr!

 

https://www.abendblatt.de/hamburg/article216182423/Duerfen-Radfahrer-in-Hamburg-nicht-mehr-ueberholt-werden.html?fbclid=IwAR2NU0kpIVphiaGLQpSVVr6Pk73eZDQHjxenaEE09CVBDx5PBmQRXoSTjKk

Wedels Ergebnisse zum Fahrradklima-Test im Tageblatt

Die schlechten Ergebnisse für Wedel beim ADFC Fahrradklima-Test sprechen sich in Windeseile herum. Hier ein Bericht im Wedel-Schulauer-Tageblatt:

http://www.shz.de/lokales/wedel-schulauer-tageblatt/mieses-klima-fuer-radler-in-wedel-id9019036.html

Stadradeln in aller Munde

stadtradeln logo laengsWedel oder Elmshorn, wer radelt die meisten Kilometer?

Eine ernste Rivalität ist das natürlich nicht, eher eine sportliche! Es wird vor allem darum gehen, wer die meisten Radfahrer zum Mitmachen bei der Aktion Stadtradeln motivieren kann.

Wie man mitmachen kann, wird hier erklärt: http://stadtradeln.de/infos_teilnahme.html

Zeitungsartikel im HH Abendblatt zum Stadtradeln in Elmshorn und Wedel:

http://mobil.abendblatt.de/region/pinneberg/article118189250/Elmshorn-und-Wedel-zwei-Staedte-im-Duell.html?cid=region-pinneberg

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