Wedelecs enden im Desaster!
Ein Kommentar von Arne Meier, Sprecher des ADFC Wedel
Die Stadtwerke blamieren sich bis auf's Hemd
Wie das Wedel-Schulauer-Tageblatt heute berichtet, können die Wedelecs der Stadtwerke Wedel nie wieder an den niegel-nagel-neuen Ausleihstationen am Bahnhof und am Hasenkamp von Kunden ausgeliehen werden:
Hatte der Stadtwerke-Chef Adam Krüppel etwa das blaue vom Himmel herunter gelogen, als er die erste Viertel-Saison der Wedelecs mit blumigen Worten im Planungsausschuss bewarb? Offenbar war die Hochglanzpräsentation von Herrn Krüppel mit den sagenhaften Statistiken für die Wedelecs ein wenig geschönt!
Im WST heisst es: "Bis zum letzten Test vor wenigen Tagen, der sich auf Grund der Witterung verschoben hatte, habe man noch Hoffnung gehabt, bei den Problemen an den Automatik-Station handele es sich um Kinderkrankheiten. Jetzt stehe fest: Die Probleme sind so schwerwiegend, dass den Kunden der Verleih an diesen Stationen nicht mehr zugemutet werden könne."
Bleibt frei nach einer bekannten Werbung festzuhalten: "Man hätte wohl jemanden fragen sollen, der sich mit sowas auskennt!"
Die Stadtwerke jedenfalls können nicht Mietrad, so wenig wie sie Badebucht können oder Stromproduktion! Da bleibt der Stadt Wedel eigentlich nur eine Wahl: Kündigung des Vertrages mit den Stadtwerken und der Eintritt in Verhandlungen mit dem damals unterlegenen Mitbewerber DB-Rent.
Mehr Infos zur Vorgeschichte gibt es hier: http://www.adfc-wedel.de/index.php/projekte-link-verkehrspolitik/mietrad-wedel-link-verkehrspolitik
Ab auf die Straße!
Radfahren auf der Hauptverkehrsachse - ein Experiment!
"Es ist Freitagvormittag, die Stoßzeit durch, der Strom der Autos wider Erwarten aus der Nähe viel weniger bedrohlich, als er vom Radweg aus schien. Woran das liegt, wird vor dem Messedamm klar: Hier zwingt nach wie vor ein Schild zur Benutzung des Radweges. Schwupp, steckt man wieder in dem optischen Tunnel zwischen geparkten Autos und Straßenbäumen. Es ist spürbar, wie viel schlechter man hier für die anderen zu sehen ist."
Zum Zeitungsartikel im Berliner Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/erlaubt-und-gefaehrlich-mit-dem-fahrrad-ueber-den-kaiserdamm/8162722.html
Kiebitzfest und Fahrräder, Fahrräder ...
Jedes Jahr werden es mehr, nicht die Kiebitze sondern die Fahrräder, die ihre Besitzer zum Kiebitzfest bringen. Viele Besucher nutzten den Ausflug für die erste frühlingshafte Radtour mit festem Ziel!
Um den Radfahrern unter den Besuchern einen gewissen Service zu bieten, war der ADFC Wedel dieses Jahr zum dritten Mal mit einer mobilen Radstation auf dem Kiebitzfest. Fahrradparkplätze für gut 70 Fahrräder wurden am Morgen errichtet und nach dem Fest wieder abgebaut. Ein Vorbild für öffentliche Veranstaltungen in Wedel, findet der ADFC!
Wir sind nächstes Jahr wieder dabei, soviel steht fest!
Schulterschluss von Stadtwerken, Stadtverwaltung und Rat
Ein Mietrad zum Wohle der Stadt Wedel?
Ein Kommentar von Arne Meier, Sprecher des ADFC Wedel
Als aufmerksamer Beobachter Wedeler Kommunalpolitik beschleicht mich so manches Mal das Gefühl, dass Entscheidungen zu Infrastruktur und Investitionen in die Zukunft, geprägt sind von stadtinternen Klüngelrunden.
Als Beispiel mag hier einmal die Entscheidung für das Mietrad der Stadtwerke (Wedelecs) im Jahr 2011 herhalten. Im Laufe des "Auswahlverfahrens" sickern interne, nicht bestätigte, Zahlen des Mitbewerbers aus der Stadtverwaltung an die Presse. Diese Zahlen sollen offensichtlich Argumente gegen das Mietrad der DB-Rent liefern und finden auch entsprechenden Widerhall in den Zeitungen. Die Stadtwerke ihrerseits, bestens informiert aus erster Hand, geben ein derart niedriges Angebot ab, dass die Mitglieder im Planungsausschuss nicht Nein sagen wollten.
Übrigens ein ausserordentlich unglaubwürdiges Angebot, das nur durch Quersubventionen des stadteigenen Unternehmens zu Finanzieren ist. Allein die Installationen der Stadwerke für die Ladesstationen und aufwendigen Abstellboxen übersteigen die Kosten der DB-Rent-Stationen um ein Vielfaches! Vergleiche mit Hamburgs Stadtrad (ebenfalls von DB-Rent betrieben) drängen sich dem Betrachter geradezu auf.
Am Ende war das Angebot der DB-Rent gut 40% höher, als das der Stadtwerke. Zwei Jahre später stellt sich heraus, dass die Stadtwerke nur die Hälfte der Leistung erbringen, von der immer die Rede war: vom Ganzjahresbetrieb! Die Kosten der Mieträder der Stadtwerke haben sich mal eben stillschweigend verdoppelt!
Welches Vertrauen kann ich als Bürger in eine Stadtverwaltung haben, die eine Leistungsvereinbarung mit einem Vertragspartner abschliesst, in der der wichtigste Parameter nicht festgeschrieben ist: die Verfügbarkeit der erbrachten Leistung! Muss ich dann nicht auch davon ausgehen, dass andere Vertragswerke der Stadt mit Leistungserbringern ähnlich "ungeschickt" fomuliert sind? Kaum erklärbare Kostensteigerungen bei Projekten der jüngsten Vergangenheit sprechen für mich eine klare Sprache. Auf Nachfrage heisst es aus der Verwaltung dann gern sinngemäß: "der Vertragspartner hat die Planung dieser und jener Leistung vergessen!" Vielleicht hat aber auch die Stadt als Auftraggeber vergessen, die Leistung zu ordern?
In dem Sinne weiter so "zum Wohle der Stadt Wedel!"
"Gegenwind für Wedels e-Fahrräder"
Der ADFC Wedel hat im hiesigen Planungsausschuss einige Fragen zum Mietrad-System der Stadtwerke gestellt. Die Antworten der Verwaltung sind nun veröffentlicht worden!
Antworten der Wedeler Stadtverwaltung
Das Wedel-Schulauer-Tageblatt schreibt zu den Antworten der Stadtverwaltung:
Zitat aus dem WST
"GEGENWIND FÜR WEDELS E-FAHRRÄDER
Vordergründig ist es ein Fragenkatalog zu Wedels E-Bike-Leihsystem Wedelecs, den der ADFC Richtung Verwaltung und Politik losgestoßen hat. Man muss indes nicht besonders findig sein im Zwischen-den-Zeilen-Lesen, um zu bemerken, dass daraus neue Kritik der organisierten Radler an den elektromobilen Zweirädern spricht.
Größter Stein des Anstoßes ist Betriebszeit, genauer gesagt die Zeit des Nicht-Betriebs: Exakt sechs Monate ist es her, da die Stadtwerke ihre 40 E-Bikes eingemottet und die vier Ausleihstationen geschlossen haben. "Die Wedelecs im Winterlager" ist die aktuellste Meldung, die per Laufband über die Homepage des Verleihsystems tickert. Dies sei "bis zum Frühjahr geschlossen", liest man bei weiterem Durchklicken bis zur Mitteilung zum Abschluss der ersten Saison vom 16. November. Voraussichtlich Anfang April werde es wieder heißen "Leih dir Spaß", sagt der städtische Versorger - und dass der genaue Start witterungsabhängig sei. Auf Tageblatt-Nachfrage hieß es gestern von Stadtwerke-Seite: Anfang Mai werde man wohl wieder starten ..."
Neue StVO tritt am 1. April in Kraft
Am 1. April 2013 tritt eine Neufassung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Bereits zum 01.09.2009 hatte es eine StVO-Novelle gegeben. Das Bundesverkehrsministerium hatte diese StVO-Novelle 2009 aufgrund von Formfehlern im Frühjahr 2010 aber wieder zurückgenommen.
Im Juli 2012 ging nun eine Neufassung der StVO zur abschließenden Abstimmung an den Bundesrat. Dieser hat der Vorlage am 21. September 2012 mit zwei geringfügigen Änderungen zugestimmt.{joscommentenable}
Änderungen in der StVO
Der ADFC hat die wichtigsten Änderungen für Fahrradfahrer in der nun in Kraft tretenden StVO 2013 in einem Info-Dokument zusammengestellt.
Neue Regeln der Straßenverkehrsordnung 2013
Der Fachausschuss Radverkehr des ADFC hat den Änderungen in der neuen StVO 2013, die den Radverkehr betreffen, die bisherigen Regelungen vor 2009 in einer Tabelle gegenübergestellt:
Gegenüberstellung alte und neue StVO 2013
Aktueller Text der StVO
Hier geht es zum Text der StVO in der aktuell gültigen Fassung »
Auch der Bußgeldkatalog für Vergehen im Straßenverkehr sind angepasst worden. Der ADFC hat dazu mal eine Aufstellung aller Bußgelder für Radfahrer aufgelistet:




